No-Kids.org – Mitmachen!

Datum: 5. Juli 2009 • Kategorie: Webgeschehen

Diese Aktion ist mir unbedingt einen Artikel wert. No-Kids.org geht mit Hilfe von Internetnutzern effektiv gegen Kinderpornografie vor. Das Interessante  an dem Projekt ist die Herangehensweise:

Zu einem großen Teil werden Kinderpornos über so genannte Peer-to-Peer-Netzwerke verbreitet, die besagten Dateien werden also von Computer zu Computer übertragen. Daran knüpft No-Kids.org an: Durch ein Script von No-Kids.org, welches auf jedem Computer ausgeführt werden kann, werden Fake-Dateien generiert, welche eindeutige Dateinamen tragen. Diese Dateien tauchen dann in den Peer-to-Peer-Netzwerken auf und werden von “Interessierten” heruntergeladen. Wird nun eine solche Datei geöffnet, erscheint entgegen der Erwartung kein Kinderpornografischer Inhalt, sondern ein Hinweis, welcher den Öffnenden bittet, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ziel dieser Fake-Dateien ist es, die besagten Netzwerke mit solchen zu überfüllen, um “echte” Dateien schwieriger auffindbar zu machen und die Netzwerke somit für Pädophile unrentabel zu machen.

An dieser Aktion kann jeder Interessierte teilnehmen, weitere Instruktionen gibt es direkt auf No-Kids.org. Ein ausführlicher Artikel (inklusive Interview)  auf BasicThinking.de beschreibt das Ganze noch einmal etwas genauer – vielen Dank für den Hinweis auf diese Aktion!

Mittels einer Live-Weltkarte lassen sich auserdem die Downloadzahlen in den bestimmten Gebieten analysieren, diese Karte lässt sich auch in die eigene Website einbetten, das ganze sieht dann ungefähr so aus:

No-Kids.org Weltkarte

Mitmachen!

Edit [07.07.09]: Ich möchte meiner Begeisterung für No-Kids.org etwas den Wind aus den Segeln nehmen, soeben bin ich nämlich auf den überaus aufklärenden Artikel von Udo Vetter (Law Blog) gestoßen. Der Artikel klärt im Wesentlichen über die Gefahren auf, welche die Unterstützung von No-Kids mit sich bringt; so ist es nämlich nicht unwahrscheinlich, einer polizeilichen Hausdurchsuchung zum Opfer zu fallen. Auch wenn sich derartiges unsittliches Material auf dem Computer nicht finden lässt, stelle ich mir so eine Durchsuchung nicht gerade spaßig vor. An diesen Gedanken hatte ich bis gerade noch keine Minute verschwendet, ist aber durchaus etwas dran, zum Artikel geht es hier: Ins offene Messer

Eine Teilnahme an dem Projekt sollte wohl überlegt sein und man muss mit dem schlimmsten rechnen.

Autor: Leonard Hertel
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